Sonntag, 6. September 2009

Leichter Belugalinsensalat mit Balsamico

Hmm, so einfach ist das gar nicht, regelmäßig zu schreiben. Deshalb bin ich dann auch schon mit zwei Rezepten im Hintertreffen - da noch Semesterferien sind, gibt es an der Psychologiefront nicht viel Neues, abgesehen vom Blog des Psychologen und Autors Richard Wiseman, das ich nur empfehlen kann! Und wenn ich mich nicht täusche, habe ich über einen Kommentar dort auch meinen ersten Kommentar erhalten (abgesehen von denen des Kuchenessers, die beim Blogumzug leider auf der Strecke geblieben sind) - danke, Lakritze ;)

Beide Rezepte sind Hülsenfruchtsalate, und beide kamen bei meinen Eltern so gut an, dass ich sie jeweils zwei Tage später noch mal machen durfte. Seltsamerweise schmeckten sie auch beide beim ersten Mal besser - was daran liegen könnte, dass meine Mutter immer noch dieses und jenes aus dem Kühlschrank, 'was jetzt wirklich langsam mal weg müsste und bestimmt prima dazu passt', ergänzt hat, 'und überhaupt, da ist ja noch gar kein Gewürz dran'...

Die Zutaten für den Linsensalat, noch hübsch getrennt

Das Rezept für heute ist ein Salat mit Belugalinsen, das sind kleine, tintenschwarze Linsen, die nicht einweichen müssen, schnell kochen und trotzdem schön fest bleiben, ohne zu Brei zu zerfallen. Sie bleiben leider nicht ganz so schön schwarzglänzend, dafür nimmt das Kochwasser die gleiche Farbe an - gewöhnungsbedürftig!

Für's Rezept habe ich mich großzügig bei genussmousses Salat mit Belugalinsen und grünem Spargel bedient, es dann aber ähnlich umfangreich abgewandelt, schließlich ist die Spargelzeit schon lange um, und die anderen Zutaten waren auch nicht unbedingt vorrätig.

...und hier alles bunt durcheinander, als kleine Portion

Leichter Belugalinsensalat mit Basilikum und Balsamico

Zumindest sind da schön viele B's drin... je nach individuellem Hunger reicht es für zwei bis vier Personen


Zutaten:
  • 250g Belugalinsen
  • 1 rote (oder auch andersfarbige) Paprika
  • 2 - 3 feste Tomaten
  • 1 Chili
  • 1 große oder 2 - 3 kleine rote Zwiebeln
  • eine gute Handvoll Basilikumblätter
  • 1 Zitrone, möglichst unbehandelt
  • ein satter Schuss Olivenöl, oder auch zwei?
  • Balsamicoessig nach Geschmack, der ein oder andere Schuss darf's auch hier gern sein
  • Salz und Pfeffer, eventuell eine Prise Zucker
Zubereitung:
  1. Linsen im Sieb heiß abspülen und mit einem halben Liter Wasser aufsetzen (immer so etwa die doppelte Menge... und wenn ich so drüber nachdenke, glaube ich, dass ich auch ein bisschen Brühe ins Wasser gegeben habe...), etwa 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Probieren - die Linsen sollten schon noch etwas knackig sein!
  2. In der Zwischenzeit Paprika, Tomaten und Zwiebeln in kleine Würfelchen schneiden; genussmousses herrliche Umschreibung "superkleine Würfelfutzerl" passt ausgezeichnet. So, dass es von der Größe halt schön zu den Linsen passt! Die Tomaten habe ich entkernt (und die leckeren Kerne gleich selbst gegessen), aber das ist nicht unbedingt nötig, es sieht nur netter aus.
  3. Die Chili in noch viel kleinere Würfelchen schneiden, oder einfach hacken. Wer es schärfer mag, lässt die Kerne einfach drin. Kontaktlinsenträger: Vorsicht mit den Augen! Gleich danach die Hände waschen oder sogar Handschuhe benutzen. Hm, das wird ein echtes Problem, wenn ich es noch mal mit Kontaktlinsen versuchen möchte...
  4. Die Zitrone auspressen (wenn sie unbehandelt ist, auch noch ein bisschen Schale abraspeln) und mit Balsamico, Olivenöl, Salz und Pfeffer (und je nach Geschmack etwas Zucker) verrühren. Einen kleinen Schluck Olivenöl gebe ich gerne schon direkt nach dem Abtropfen an die Linsen, damit sie schön glänzen und nicht austrocknen, und lasst euch beim Balsamico etwas Luft zum späteren Abschmecken; zu wenig lässt sich besser korrigieren als zuviel (wie meine Mutter beim zweiten Versuch feststellen durfte...)
  5. Alles schön miteinander vermengen, abschmecken und genießen! Falls ihr euch noch eine halbe Stunde zusammenreißen könnt, um den Salat durchziehen zu lassen, ist es sicherlich um so besser - wir konnten es nicht...

Dienstag, 28. Juli 2009

Pfirsich-Nektarinen-Aprikosen-Bananen-Crumble

Die Semesterferien sind da, und die Küchenpsychologin weilt zuhause bei ihren Eltern. Und nett, wie Mütter so sind, hat die meinige tütenweise frisches Obst mitgebracht. Danke dir, Mama :)

Da gibt es nur ein Problem: Es ist Sommer, wir haben die alljährliche Fliegenplage (das bleibt leider nicht aus, wenn man mit Pferden auf dem Land lebt), und weißfleischige Pfirsiche bekommen schon Druckstellen, wenn man sie nur schief anschaut. Und auch die Nektarinen sind schnell eher saftig als knackig.
(Ja, da ist die Küchenpsychologin etwas eigen... Obst darf ruhig unreif sein, so lange es nur knackig ist und nicht glibscht. Überreife Pfirsiche? *schauder* Matschige Tomaten? Ugh...)
Und zu allem Überfluss bin ich als Hauptesserin ab morgen für ein paar Tage außer Haus, um eine Freundin in Hamburg zu besuchen - also muss das Obst weg, oder wenigstens ein Teil davon.

Was also tun? Crumble!

Kleingeschnittene Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen und Bananen - die Füllung

Crumbles sind das, was an Obst gerade da ist, kleingeschnitten und mit Streuseln überhäuft. Ein ganz einfacher, mehr oder weniger schneller Nachtisch ohne viel Aufwand. Der Kuchenesser schwärmt von meinem Apple Crumble (an dem man sich aber bei zwei Portionen ganz schnell Bauchschmerzen anfrisst) und war äußerst enttäuscht, dass ich einen ohne ihn backen wollte, aber die Fruchtauswahl hat ihn dann doch ganz schnell besänftigt - Pfirsiche sind nicht sein Fall.

Im Halbschatten des Gartentischchens zu fotografieren, erschien mir da noch als gute Idee... aber aus Fehlern lernt man ^^

Die Idee für diese spezielle Mischung kommt von Helen aka Tartelette, einer wunderbaren Süßigkeitenspezialistin mit beneidenswerten und diätplan-zerstörenden Fotografien... ich könnte schwören, dass allein die Bilder bereits Kalorienbomben sind!
Genaue Rezeptangaben kann ich nicht machen, da alle Mengen eher improvisiert waren und davon abhingen, was noch daheim war... so sind zum Beispiel die letzten Zuckerkrümel in die Streusel gewandert, also war natürlich nichts mehr für die Füllung da... aber das war auch kein Problem.

Da wir heute noch essen gehen wollen, habe ich den Großteil meines Crumbles ungebacken eingefroren. Aber die Küchenpsychologin ist neugierig - ein kleines Schüsselchen voll habe ich mir doch gemacht. Man muss doch wissen, was man bei den Eltern im Gefrierschrank zwischenlagert! Jetzt hoffe ich nur, bis zum Essen heute abend wieder vollen Hunger zu haben...

Gebacken sieht es doch sehr vollkornig aus. Es schmeckt aber besser, als das Bild vermuten lässt!

Pfirsich-Nektarinen-Aprikosen-Bananen-Crumble

nach Tartelette's Nectarine and Banana Crumble
Reicht in den Mengen sicherlich für 4 bis 6 Personen...

Zutaten für die Füllung:
  • 2 1/2 Pfirsiche (die letzte Hälfte war wirklich nicht mehr gut...)
  • 2 Nektarinen
  • 2 - 3 Handvoll Aprikosen
  • 1 Banane
  • Saft einer Limone (Zitrone eignet sich natürlich auch prima, und wenn es eine Biozitrone ist, würde ich auch noch etwas Schalenabrieb druntermengen)
Helen empfiehlt noch zwei Esslöffel Speisestärke, und nächstes Mal würde ich das vermutlich auch probieren. Die Früchte geben im Ofen viel Saft ab, der damit dann zu einer schönen Sauce gebunden werden könnte. Auf den Zucker konnte ich allerdings gut verzichten, die Früchte waren süß genug. Lieber etwas mehr Zitrone?

Zutaten für die Streusel: (Achtung: Eigentlich habe ich das frei nach Schnauze, Gefühl und Küchenvorräten gemischt und die Mengenangaben nachträglich geschätzt. Nicht zu eng dran halten, benutzt den eigenen gesunden Menschenverstand!)
  • 1/2 Päckchen Butter
  • 250g Vollkornmehl (es war grad kein anderes da... aber das lässt sich problemlos ersetzen.)
  • 200g brauner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Etwas Zimt, Nelken, gemahlener Koriander...
Zubereitung:
  1. Der Backofen wird auf 180°C vorgeheizt. (Ich hatte Ober- und Unterhitze kombiniert mit Umluft - wenn man daheim schon mal einen guten Ofen zum Spielen hat...)
  2. Die Früchte werden in grobe Würfel geschnitten, mit dem Limonensaft vermengt und in eine Auflaufform gegeben.
  3. Für die Streusel werden Mehl, Zucker und Gewürze miteinander vermischt, dann die kalte, kleingeschnittene Butter untergeknetet, bis sich, na ja, Streusel formen.
  4. Die Streusel werden über den Früchten verkrümelt, dann kommt das Ganze für ca. 25 Minuten in den Ofen - solange, bis die Streusel knusprig sind und die Füllung hörbar blubbert.
  5. Nach dem Backen noch 10 Minuten stehen lassen, und dann heißt es "mhmm"... aber nicht die Zunge verbrennen! (Was ich natürlich direkt geschafft habe...)

Sonntag, 26. Juli 2009

Klausur-Schokokuchen

Oder, wie ihn der Kuchenesser manchmal nennt: Death by Chocolate. Der Kuchen ist schon ziemlich reichhaltig, aber man kann ihn auch gut über ein paar Tage verteilt essen, ohne dass er austrocknet. Und mit ein paar Freunden ist das sowieso kein Problem - da ist alles ganz schnell weg!

Das Rezept ist auf eine Silikonbackform (S-XL von Konstantin Slawinski) angelegt und ergibt deshalb für normale Kuchenformen wahrscheinlich zu viel Teig, also haltet am besten ein paar Extraförmchen bereit. Kleine Tassen machen sich zum Beispiel gut, auch noch warm aus dem Ofen und mit etwas Sahne - mjam! Außerdem sind flachere Backformen wahrscheinlich besser geeignet als schmale, hohe.

Ich habe den Kuchen auch schon mit Vollmilchschokolade gebacken, aber Zartbitter ist in diesem Fall wirklich besser, weil schokoladiger und nicht ganz so süß. (Weiße Schokolade habe ich auch schon probiert, aber... vergessen wir das lieber, okay?)

Und auf Wunsch des Kuchenessers habe ich in einem Teil des Kuchens noch ein paar Sauerkirschen aus dem Glas untergebracht. Einfach vor dem Backen obendrauf gelegt, sinken sie im Ofen in den Kuchen ein. Deutlich rausgeschmeckt haben wir sie nicht, da wären frische Kirschen auch sicher noch besser gewesen, aber sie haben den Kuchen wunderbar saftig und etwas fruchtig gemacht. Das werde ich bestimmt noch mal probieren!

Ein Bild gibt es leider noch nicht, ich muss mir bei meinen Eltern erst noch eine Kamera organisieren. Aber so oder so sind nur noch Krümel übrig ;) Das Bild werde ich nachliefern, sobald ich den Kuchen das nächste Mal mache.

Also dann, wie versprochen: das Rezept!


Schokoladenkuchen à la Vera Slawinski

Zutaten:
  • 250 g Butter
  • 250 g Zartbitterschokolade
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 8 Eier
  • 200 g Zucker
  • 2 Esslöffel Speisestärke
  • Butter und eventuell nochmal 2 Esslöffel für die Form
Zubereitung:
  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, bei Umluft etwa 20° weniger.
  2. Eier trennen, Eigelb mit Zucker schaumig rühren. Mandeln dazugeben.
  3. Butter im Wasserbad schmelzen, jedoch nicht ganz flüssig werden lassen.
    (So steht es zumindest im Rezept, aber ich habe noch keine negativen Auswirkungen bei komplett geschmolzener Butter festgestellt.)
  4. Schokolade im Wasserbad schmelzen.
    (Die Schritte 3 und 4 mache ich, wenn ich faul bin, auch gerne mal gleichzeitig im selben Wasserbad.)
  5. Die weiche Butter und Schokolade unter den Teig rühren.
  6. Eiweiß sehr steif schlagen, Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Speisestärke durch ein Sieb zur Masse geben und behutsam durchmischen.
    (Mein behutsames Unterheben und Durchmischen erledigt hier meistens auch das Rührgerät auf niedrigster Stufe - ich bin eher untalentiert bei so was. Ob ihr es nun von Hand oder mit der Maschine macht: es hilft, erst ein paar Löffel Eischnee unterzurühren, um den Teig leichter zu machen, bevor man den Rest untermischt.)
  7. Teig in die Form füllen.
    (Die man natürlich eingefettet haben sollte - bei Silikonformen ist das nicht unbedingt nötig, aber bei den meisten anderen Formen reduziert es den Krümelfaktor doch beträchtlich...)
  8. Im Backofen auf mittlerer Höhe etwa 40 Minuten backen, bis an einem eingestochenen Holzspieß kein Teig mehr hängen bleibt.
    (Bei mir dauert das meistens länger als 40 Minuten, bei einer anderen, höheren Form sowieso.)
  9. Aus der Form nehmen, abkühlen lassen und eventuell Puderzucker darüber sieben.
Mit Puderzucker sieht das sehr hübsch aus, mit Kakaopulver aber auch! Außerdem solltet ihr das erst kurz vor dem Servieren machen, sonst weicht das Fett im Kuchen den Puderzucker auf und verfärbt ihn. Und ohne schmeckts natürlich auch gut!

Im Backofen geht der Kuchen ein wenig auf, stürzt aber am Ende wieder in sich zusammen. Das ist völlig in Ordnung so, das Endprodukt ist ziemlich dicht, schwer und schokoladig, und daher auch überraschend gut zu transportieren. Und da die Oberseite beim Backen normalerweise später den Boden des Kuchens darstellt, stören ein paar Risse und Einstichlöcher (von als Holzspieß zweckentfremdeten Essstäbchen) auch niemanden ;)

Freitag, 24. Juli 2009

Von Lamorfrequenzen und Präzessionsbewegungen

Die Bioklausur war bösartig, oh ja.

Multiple-Choice-Fragen sind ja ohnehin nicht mein Fall, ich verlasse mich normalerweise lieber auch mein Talent, entwas von mir zu geben das sinnvoll klingt - ob es das nun ist oder nicht, ist noch mal was anderes. Aber wann werde ich jemals wieder das physikalische Funktionsprinzip eines Magnetresonanztomographen (siehe Titel) brauchen?

Einen Vorteil haben Multiple-Choice-Klausuren: sie sind schnell vorbei. Entweder weiß man die Antworten, oder man weiß sie nicht. Nach 20 Minuten hatte ich alles beantwortet, bin noch mal die Fragen durchgegangen, habe noch 5 Minuten in die Luft gestarrt, nach 40 Minuten habe ich dann abgegeben. Wie manche Leute die ganzen anderthalb Stunden da drin bleiben konnten, verstehe ich wirklich nicht...

Der Schokokuchen kam dann nach der Klausur auch gut an; genau so was sei jetzt nötig gewesen. Ein bisschen Schokolade hellt den Tag doch immer auf ;)

(Eine Kommilitonin meinte sogar, das sei der beste Schokokuchen, den sie je gegessen hätte. Darauf ihre Freundin: "Und was ist mit meinem?" "Hm, na ja, der war bis dahin der beste!" Tja, so kanns gehen... )

Die ein oder andere wollte dann auch gleich das Rezept haben. Das mach ich doch gerne! Morgen aber erst - die Küchenpsychologin ist müde und geht ins Bett.

Gute Nacht!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Klausuren und Kuchen

Was macht die Küchenpsychologin, wenn sie wegen der drohenden Biopsychologieklausur am nächsten Tag aufgeregt ist?

Sie backt einen Kuchen.

Die Küchen-psychologin

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